Große Runde im Rathaus Pankow

(v.l.n.r.) Sebastian Aman, Norbert Ranft, Christan Büttner, Herr Jahnke, Vollrad Kuhn, Sören Benn, Tibor Bogun (hinter der Kamera ;-)

Liebe Parkfreunde

In Vorbereitung eines öffentlichen Vor-Ort-Termins der Parkfreunde mit Bürgermeister Sören Benn und weiteren Amts- und Referatsleitern, waren wir am 20. April erneut ins Rathaus Pankow eingeladen. Mehr zum Termin weiter unten im Text.

Zu diesem Vorab-Termin durften wir seitens des Bezirksamtes Pankow Herrn Benn (Bezirksbürgermeister Pankow), Herrn Kuhn (Stadtenwicklung), Herrn Jahnke (Umwelt- und Naturschutzamt) sowie Herrn Büttner (Büro f. Bürgerbeteiligung) begrüßen. Von den Parkfreunden waren Tibor Bogun (1. Vorsitzender), Sebastian Aman (2. Vorsitzender) und Norbert Ranft (Vorstand) anwesend.

Herr Jahnke legte einen Plan des Weißenseer Parks vor und informierte uns über den derzeitigen Planungsstand. Es wurden bereits erste Konzepte und Verbesserungsmaßnahmen zu einigen Schwerpunkten erarbeitet. Neben den alten Bekannten (Stichwort: Plansche oder Rosengarten) hat die Ufersanierung hohe Priorität. Die Sanierung des Seegrundes (die Parkfreunde berichteten) stellt den Bezirk vor massive finanzielle Herausforderungen und steht derzeitig nicht auf der “Sofort-Agenda”.

Die marode Pumpenanlage, die den Pegel des Sees konstant hält und höchstens noch zwei Jahre mit ca. 30% ihrer Leistungsfähigkeit (Tendenz: abnehmend) funktionsfähig sein wird, steht auf einer Bezirksliste zur Förderung durch einen Sonderfond der Stadt Berlin. Das bedeutet leider nicht automatisch, daß die Pumpenanlage auch tatsächlich die benötigten Fördergelder erhält. Die Liste ist lang und in der letzten Runde konnte sie nicht berücksichtigt werden. Sören Benn und sein Team versuchen die Pumpe in der kommenden Runde erneut zu “platzieren”.

Auszug aus der ›Kleinen Anfrage‹ (N° KA-0178/VIII) an das Bezirksamt Pankow vom 18.08.2017

 

Der bestehende Grundwasserbrunnen am ehem. Rehgehege hat sich zum größten Teil durch Sedimente zugesetzt, sodass derzeit nur noch 1/3 der eigentlichen Filteroberfläche nutzbar ist. Durch die intensive Nutzung wird sich die bestehende Restkapazität in den nächsten 2 – 3 Jahren wieder so weit zusetzen, dass der Brunnen zurückgebaut und das Bohrloch verschlossen werden muss. Der Filtermantel kann technisch nicht mehr gespült und gereinigt werden. Die Kosten für den Rückbau des knapp 40 m tiefen Brunnens belaufen sich auf ca. 20.000 €. Für eine Ersatzbohrung ist eine Genehmigung der oberen Wasserbehörde erforderlich. Die Kosten für eine Ersatzbohrung im Umfeld des bestehenden Grundwasserbrunnens werden auf ca. 70.000 € geschätzt. Dadurch könnte der bestehende Druckentspannungsschacht und Einleiter in den See weiterhin genutzt werden.

In Sachen kultureller Veranstaltungen zeigt sich das Bezirksamt offen. Sowohl was die niveauvolle Nutzung vorhandener, als auch die Schaffung neuer nutzbarer Flächen betrifft. Überlegt wird auch, wie mit dem wegen Anwohnerbeschwerden faktisch “stillgelegten” Denkmal der Freilichtbühne umgegangen werden soll. Ist es denn im Sinne des Denkmalschutzes einen geschützten Ort nicht zu nutzen und sehenden Auges verfallen zu lassen? Oder ist nicht gerade die kulturelle Bespielung und niveauvolle Lebenderhaltung eines historischen Ortes wie der Freilichtbühne Weißensee geradezu Aufgabe des Denkmalschutzes?

Auch das Toilettenproblem wurde wiederholt angesprochen. Hier scheint leider noch kein Konzept vorzuliegen, obwohl das Problem erkannt wurde: Es gibt deutlich zu wenig sanitäre Anlagen im Park. Letzterer erfreut sich konstant steigender Beliebtheit (kein Wunder, er ist ja auch einmalig) und kann dem Harndrang tausender Badegäste leider nichts entgegensetzen. Was das mit der Wasserqualität im Badesommer macht ist leicht vorzustellen. Schön ist es nicht – eine zeitnahe Lösung muss aus Sicht der Parkfreunde dringend gefunden werden. Der See ist in der Vergangenheit bereits einmal “gekippt” und das wollen wir mit allen Mitteln verhindern.

Im Zeitraum vom 20. – 29.06. wird es das oben beschriebene Treffen mit den Verantwortlichen des Bezirksamtes geben. Hier bei uns im Park, bzw. in einem entsprechenden Saal. Das wurde den Parkfreunden zugesagt.

An diesem Termin wird es für alle Interessierten die Gelegenheit geben sich in geregelter Form über die angesprochenen und weitere Themen direkt mit den zuständigen Verantwortlichen auszutauschen. Wir freuen uns sehr über das Engagement sowie die Zusage des Bezirks und die Unterstützung durch Herrn Benn und sein Team. Wir versprechen uns einen konstruktiven Tag und Impulse für die weitere positive Entwicklung unseres schönen und namengebenden Parks.

Den Ort der Versammlung, Agenda und Ablauf sowie den genauen Termin geben wir hier so bald wie möglich bekannt. Alle Interessierten bitte den Zeitraum schonmal vormerken.